2 Vakuum-Kondensations-Anlagen gehen auf die Reise nach Holland

Anfang Juli wurden zwei Vakuum-Kondensations-Anlagen auf die Reise nach Holland geschickt.
Beauftragt durch den Kondensatorhersteller ABH Thermo  wurden diese Anlagen für den Einsatz in 2 kommunalen Fernwärme-Heizzentralen mit Tubinenverstromung erzeugt.

Technische Daten
Die Anlagen haben eine Leistung von je ca. 18 MW und sind für die Kondensation des Abdampfens aus der Dampfturbine mit max. 24,4 t/h ausgelegt. Platziert sind die Vakuum-Kondensations-Stationen in einem Biomasse-Kraftwerk direkt unter dem Turbinentisch und unter der Turbine. Die Biobrennstoffe werden einem Verbrennungsofen zugeführt, die Abwärme daraus einem Dampfkessel zur Dampferzeugung. Dieser Frischdampf wird auf eine ein- bzw. mehrstufige Dampfturbine geschickt, wo er verstromt wird. Dabei wird von Stufe zu Stufe der Turbine der Dampfdruck reduziert bis in den Vakuumbereich hinein. Da die Turbine vor Kondensatwasser geschützt werden muss, steht unsere Station unter der letzten Stufe der Turbine und fungiert als Endkondensator. Das heißt, der Vakuumdampf wird in unseren Kondensator geleitet und über das Rohr-Bündel kondensiert. Während der Kondensation wird die Dampfenergie in das Fernwärmewasser in den Rohren übertragen und heizt dieses z. B. von 70° auf 90° auf. Dieses Fernwärme-Wasser wird in ein kommunales Fernwärme-Netz zu Heizzwecken eingespeist. Weiters sorgt unsere Niveaumessung und -regelung dafür, dass das Kondensatniveau im Apparat immer konstant unter dem Bündel bleibt. Die mit installierte Evakuierung saugt nicht kondensierbare Gase (Luft) ab, da diese die Wärmeaustauschflächen abdecken und die Leistung der Anlage verringern würden. Das aus dem Kondensator entstehende Kondensat wird über FU-gesteuerte Pumpen, die Niveauregelung und das 3-Wege-Verteilventil in den Speisewasserbehälter rückgeführt und von dort dem Dampfkessel wieder zugeführt. Ab da beginnt der Prozess wieder von vorne.